Archiv der Kategorie: Kritik

“Bitkom-Umfrage: Kunden wollen Sprachassistenten nicht nutzen, weil sie Unternehmen nicht vertrauen”

netzpolitik.org interpretiert die Ergebnisse einer Bitkom-Umfrage. Der Bikom selber kommt, wie wohl nicht anders zu erwarten, zu anderen Schlüssen – frei nach Churchill …
Leider werden oft nur die Interpretationen der großen Lobbyverbände in den großen Medien zitiert, dass ebenso oft der Eindruck entsteht, deren Interpretation (=Meinung) entspreche den Tatsachen.

Alles und alle vernetzt – und keiner denkt (mehr). Zynisch? Ich denk mal drüber nach …

 

“Post-Snowden-Zeit”

Welche Schlüsse werden gezogen, wie veralten sich Regierungen, wie die Gesellschaft?
The Intercept berichtet von der “Verurteilung” Snowdens durch die Washington Post, Dorothea Hahn für die taz aus Washington. Und Defense One beschreibt eine Reaktion der amerikanischen “Dienste”.
Der Entwurf zum neue BND-Gesetz (BNDG-Änderungs-Gesetz-E) weist nicht in eine andere Richtung, wie Dr. Bertold Huber, stellvertretender Vorsitzender der G-10-Kommission des 18. Deutschen Bundestags zur Kontrolle deutscher Geheimdiensttätigkeiten, analysiert.

Wollen wir auch so werden (oder gar schon bleiben?) oder sind wir nur zu träge?
Welche Werte machen eine Demokratie aus, oder: In welcher Gesellschaft wollen wir leben? Denn Demokratie scheint langsam zum Auslaufmodell zu werden, oder im Sinne eines Kommentars (war es O’Toole?) zu Murphys Gesetz: Orwell war ein Optimist.

“Das Management leidet an Selbstüberschätzung”

Die IT-Rebellen sprechen Tacheles:

Die Vertreter der Unternehmensführungen sehen sich primär für die digitale Transformation zuständig (73 %) – aber nur 14 Prozent aller Mitarbeiter bewerten die digitale Kompetenz ihrer Chefs als hoch oder sehr hoch.
Quelle: http://it-rebellen.de/2016/06/07/digitale-transformation-das-management-leidet-an-selbstueberschaetzung/

Helfen mehr Kontextinformationen dem Datenschutz?

DatenschutzPRAXIS plädiert für die Erfassung zusätzlicher Daten, wie Kontextinformationen, um erfasste Daten besser schützen zu können.
Vom Begriff “Datenschutz” gesehen klingt das plausibel. Stimmt die Überlegung auch aus Sicht des Schutzes vor “Datenmissbrauch”?
Wurden Daten erst missbraucht nachdem Daten geschützt wurden oder war der Datenschutz erst eine Reaktion auf den Missbrauch? Was sagt uns beispielsweise die Pressemeldung “Industrie im Visier von Cyberkriminellen und Nachrichtendiensten” des Bitkom?

Anmerkung zur Bitkom-Umfrage (Lesen von Online-Nachrichten)

Der Bitkom hat am 6. April in einer Pressemitteilung die Ergebnisse einer Umfrage (offensichtlich wurden Internetnutzer aus Deutschland gefragt, ob sie Online-Nachrichten lesen) veröffentlicht.

Wie gut ist die Analyse der Umfrage, oder auch die Umfrage selber – je nach gestellten Fragen, wenn als Ergebnis nur die Online-Nachrichten berücksichtigt klassische Medien aber nicht erwähnt werden?
Welchen Eindruck vermitteln die so veröffentlichten Ergebnisse?

Wie lesen und interpretieren die meisten Leser, solche Mitteilungen oder Nachrichten?

Wie kritisch gehen wir mit Meldungen, Mitteilungen und Nachrichten um? Erkennen wir noch den Unterschied? Auch zwischen Meinung und Tatsache?

Ergänzung: Passend dazu im heutigen Krautreporter-Newsletter stellt Christian Fahrenbach die Frage “Wie manipulativ sind Umfragen und Erhebungen generell?”

Das große Problem der schnellen Kommunikation

Erst denken, dann handeln = twittern, posten, …

Als klar wird, dass es sich wirklich um einen Anschlag handelt, dauert es auch nicht lange, bis unter den vielen Nachrichten im Netz bewußt gestreute Falschmeldungen verschiedener Terroristen ausgemacht werden [mic]. Auch das nichts Neues – aber es unterstreicht erneut das große Problem dieser schnellen Kommunikation:

Wir müssen wirklich darüber nachdenken, wie wir mit dieser ungebändigten Informationsflut umgehen wollen – wir im einzelnen und als Gesellschaft.

Quelle: http://us9.campaign-archive2.com/?u=4b27050a9b24aed1ffdb03681&id=faa9870f49&e=ee2cc7f82e

Ulf Buermeyer diskutiert kritisch den Einsatz von Trojanern durch eine Staatsgewalt.

Trojaner haben das technische Potential, Zielpersonen zu gläsernen Menschen zu machen oder gar Beweismittel unterzuschieben.
Quelle: http://www.heise.de/security/meldung/Analyse-Glaeserne-Menschen-per-Bundestrojaner-3116668.html