Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.
[Immanuel Kant; Quelle: http://www.uni-muenster.de/FNZ-Online/wissen/aufklaerung/quellen/kant.htm]

„Let’s welcome experts to our journalism schools“

Frederic Filloux philosophiert auf https://mondaynote.com/lets-welcome-experts-to-our-journalism-schools-54594673c049 darüber, Fachleute, oder Neudeutsch: „Experten“, zu Journalisten auszubilden. Denn es sei leichter Fachleute zu Fach-Journalisten auszubilden als Journalisten in einem Fach so gut ausbilden zu können.

Ein wichtiger Vorteil wäre, dass Fachleute sich nicht so schnell ins Bockshorn jagen lassen wie Journalisten „mit erweitertem Wissen“.

Telekom mit Datenschutzschutzlücke im Online-Chat

Wer bei der Telekom eine Sim-Karte per Online-Chat aktivieren will, landet in einem Chatfenster, das nach „F5“ (Seite neu laden) alle anderen in der Warteschleife Wartenden mit deren gewähltem Namen anzeigt. Leider weist die Telekom nicht daraufhin, dass der Name, den man vorher eingegeben hat, öffentlich sichtbar ist.

 

[Getestet mit Firefox 57.0.1 (64-Bit) auf Mac OS Sierra 10.12.6]

VGSD analysiert Rede von Martin Schulz: Programmierer gleich Prekariat?

Schulz spricht in seiner Rede von einem Trend zur Selbstständigkeit, schon mehr als eine Million Selbstständige gäbe es. – Tatsächlich gibt es aber mehr als vier Millionen Selbstständige, darunter 2,3 Millionen Solo-Selbstständige!
[..]
Im darauffolgenden Satz seiner Rede unterscheidet Schulz dann gute und schlechte Gründer: Zu den erfolgreichen, die eigenverantwortlich für ihr Alter vorsorgen können, zählt er neben Ärzten auch Installateure und Buchhändler. Zu den Prekären, gehören für ihn neben Paketboten und Uber-Fahrern ausgerechnet die Berufsgruppe der Programmierer.
Die Logik dahinter offenbar: Software-Entwickler erhalten ihre Aufträge häufig über Vermittler und Plattformen. Die Plattform-Ökonomie aber wird mit von SPD und Gewerkschaften mit Prekarität gleichgesetzt. Deshalb muss der Staat bei dieser Berufsgruppe dringend eingreifen und sie z.B. zu Einzahlungen in die staatliche Rentenversicherung verpflichten.
Quelle: https://www.vgsd.de/martin-schulz-setzt-auf-parteitag-programmierer-und-prekariat-gleich-und-schaetzt-zahl-der-selbststaendigen-auf-eine-million/

Auf der Seite der Bundeszentrale für politische Bildung ist der Datenreport 2016 veröffentlicht und liefert folgende Zahlen zu den Selbständigen:

In den zurückliegenden 20 Jahren stagnierte der Anteil der Selbstständigen mit Beschäftigten weitestgehend und lag mit 5,2 % im Jahr 1994 nur um 0,5 Prozentpunkte höher als 2014 (4,7 %). Der Anteil der Solo-Selbstständigen ist dagegen im selben Zeitraum um 1,7 Prozentpunkte von 4,0 % auf 5,7 % gestiegen.
Quelle: http://www.bpb.de/nachschlagen/datenreport-2016/225980/atypische-beschaeftigung-normalarbeitsverhaeltnis-und-selbststaendigkeit

VGSD-Petition: Kranken- und Pflegeversicherung: Einkommensabhängige Beiträge für Selbstständige

Der VGSD fordert faire Beiträge für Selbständige

Wer den VGSD mit seiner Petition unterstützen möchte, kann dies noch auf https://www.vgsd.de/faire-beitraege/ tun:

Gesetzlich versicherte Selbstständige müssen hohe Mindestbeiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung bezahlen. Diese machen teilweise mehr als 40 Prozent ihres Einkommens aus. Viele der Betroffenen sind Frauen und Teilzeit-Selbstständige.

Die Bemessungsgrundlage ist bei Selbstständigen zudem wesentlich breiter als bei Angestellten. Auch bei einem mittleren Einkommen ergibt sich eine Belastung, die systematisch 20 Prozent höher liegt als die Beiträge, die ein vergleichbarer Angestellter und sein Arbeitgeber zusammen bezahlen.

Ab 2018 verschärft sich die Situation weiter: Künftig kann es noch Jahre später zu hohen Nachzahlungen kommen.
Quelle: https://www.vgsd.de/faire-beitraege/

Martin Giesler „keine Bots auf Facebook, Hilfe für Selbstmordgefährdete und keine Terror-Propanda“

Martin Giesler kommentiert die neuen Algorithmen zur inhaltlichen Auswertung von Posts durch Facebook in seinem Social Media Watchblog Briefing, s.u.. Ich sehe diese Entwicklung auch sehr kritisch und bin der Meinung, dass darüber sehr kritisch in der Öffentlichkeit und der Politik diskutiert werden sollte.

Timothy Garton Ash führt schon seit längeren einen öffentliche Diskussion über Rede- und Meinungsfreiheit und relevanten Themen unter http://freespeechdebate.com.

Die Deutungshoheit darüber, was unterstützens- und was bekämpfenswert ist, sollte nicht bei einem nicht demokratisch legitimierten Privatunternehmen liegen. Sollten wir uns doch darauf stillschweigend verständigen, dürfen wir uns nicht wundern, wenn die Netzwerke auch irgendwann Entscheidungen treffen, die uns selbst in unserer Freiheit beschneiden – so subtil die Entscheidungen auch ausfallen mögen.
Quelle: Briefing für den 30.11.2017 | Ausgabe #407 des Social Media Watchblogs (auch online unter https://socialmediawatchblog.de)

VGSD: Bedenkliche Projektangebote für „Freie“

Für Freiberufler gibt es immer wieder fragwürdige Projektangebote und -anfragen, die, nett ausgedrückt, auf eine mangelnde Kenntnis der Anbieter, Endkunden und Vermittler, hinweisen.

Der VGSD nennt solche Angebote und diskutiert darüber auf seiner Webseite.

  • https://www.vgsd.de/vollzeit-beim-kunden-mit-betriebsrente-bedenkliche-projektangebote-fuer-freie
  • https://www.vgsd.de/fachanwalt-warnt-vor-rechtlichen-fallstricken-in-projektangeboten

Smarte Stadt: Die Diktatur der Daten

In der Neuen Züricher Zeitung diskutiert Adrian Lobe, wie sich die „smarten“ Technologien entwickeln und auf unser Leben auswirken können (s. https://www.nzz.ch/feuilleton/die-stadt-wird-zum-computer-ld.1326729) – oder schon auswirken?

VGSD-News: Für Selbstständige ermutigende Zwischenergebnisse bei der Jamaika-Sondierung

Die wichtigsten Ergebnisse in Stichworten:

  • Gute Chancen auf Reduzierung der Krankenversicherungs-Mindestbeiträge.
  • Keine Änderung des Werkvertragsgesetzes, aber (hoffentlich) rechtssicherere Neuregelung des Statusfeststellungsverfahrens.
  • Altersvorsorgepflicht kommt – die Ausgestaltung ist aber noch völlig offen.
  • Bürokratieabbau ja, aber vor allem mit Blick auf Gründer und StartUps.

Darüber gesprochen ist aber noch nicht beschlossen. Und über die genaue Umsetzung wird es noch viele Diskussionen geben. Es könnte noch Jahre dauern, bis Verbesserungen tatsächlich in Kraft treten. Deshalb ist es wichtig, dass wir die Entwicklung weiterhin genau verfolgen und unseren Druck auf die Entscheider aufrecht erhalten.

Quelle: https://www.vgsd.de/jamaika-sondierung-fuer-selbststaendige-ermutigende-zwischenergebnisse/