Archiv der Kategorie: Kritik

„Werden mit zunehmender Überwachung Ängste wirklich beruhigt oder gerade erst geschaffen“

Wie bei Antiterrorgesetzen und Maßnahmen zur Inneren Sicherheit im Allgemeinen werden sie von den Verantwortlichen nicht nur mit der Aufklärung von Straftaten begründet, sondern auch mit der angeblichen Abschreckung, die Delikte verhindere.
Die kleinen Kameras werden von den Menschen oft nicht bemerkt. Die Beobachteten fühlen sich unbeobachtet, während ihre Handlungen aufgezeichnet werden. Und Straftaten werden dennoch begangen.
Ist ein total überwachter öffentlicher Raum nun wirklich sicherer?
Quelle: http://www.roccoundseinebrueder.com/outdoor-detail/cctv/

„ÜBER WAS MAN JETZT REDEN MUSS“

Seid doch bitte nicht so naiv zu glauben, so etwas könne sich nicht mehr wiederholen, nur weil man es in der Schule jedes Schuljahr in fast jedem Fach durchgekaut hat!
Quelle: http://working-title6.blogspot.de/2016/11/uber-was-man-jetzt-reden-muss.html

Ja, auch ich glaube, dass es Zeit ist, den Mund auf zu machen, da führende Politiker aller großen Parteien und auch Unternehmer und „Manager“ führender Unternehmen ((Führungs-)Verantwortung verpflichtet auch gesellschaftlich) sich nach wie vor nicht ernsthaft mit dem Rechtspopulismus und einer schleichenden Akzeptanz rechtsradikaler Äußerungen und Einstellungen auseinander setzen.

Statt nach und nach einen Überwachungsstaat a la 1984 oder Fahrenheit 451 aufzubauen, sollten sich die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft einmal fragen, ob sie auch noch diese Überwachungsszenarien haben wollen, wenn eine AfD Regierungspartei wäre.

Jens Hasler

Reporter ohne Grenzen kritisiert das Einrichten von ZITiS

Reporter ohne Grenzen ist besorgt über die Pläne der Bundesregierung, in Deutschland eine Behörde zum Aufbrechen verschlüsselter Kommunikation zu errichten. Nach übereinstimmenden Medienberichten soll durch einen bloßen Beschluss im Haushaltsausschuss die Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (ZITiS) ab 2017 ihre Arbeit aufnehmen. Damit bekommen Sicherheitsbehörden bald auch Zugang zu sensibler Kommunikation, die Journalisten bewusst schützen.
Quelle: https://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/meldung/regierung-plant-spionagebehoerde/

Siehe u.a.:

„Kuhstall 4.0: gut für die Tiere“

Der Bitkom weiß (auch), was die Kuh Elsa wünscht.
Ein Schelm, der die Technik immer noch nur als Selbstzweck sieht; und langsam wird der Schelm zum Sonderling, Spinner, oder gar noch zum subversivem Kriminellen?

Then he met a professor who told him of a future in which people could think.
Quelle: http://www.raybradbury.com/books/fahrenheit451.html
(Aus der Inhaltsangabe zu Fahrenheit 451 von Ray Bradbury.)

Nachdenken und fragen, Warum?, hält geistig fit und gehört zu meiner Vorstellung von mündigen Bürgern.

„Bitkom-Umfrage: Kunden wollen Sprachassistenten nicht nutzen, weil sie Unternehmen nicht vertrauen“

netzpolitik.org interpretiert die Ergebnisse einer Bitkom-Umfrage. Der Bikom selber kommt, wie wohl nicht anders zu erwarten, zu anderen Schlüssen – frei nach Churchill …
Leider werden oft nur die Interpretationen der großen Lobbyverbände in den großen Medien zitiert, dass ebenso oft der Eindruck entsteht, deren Interpretation (=Meinung) entspreche den Tatsachen.

Alles und alle vernetzt – und keiner denkt (mehr). Zynisch? Ich denk mal drüber nach …

 

„Post-Snowden-Zeit“

Welche Schlüsse werden gezogen, wie veralten sich Regierungen, wie die Gesellschaft?
The Intercept berichtet von der „Verurteilung“ Snowdens durch die Washington Post, Dorothea Hahn für die taz aus Washington. Und Defense One beschreibt eine Reaktion der amerikanischen „Dienste“.
Der Entwurf zum neue BND-Gesetz (BNDG-Änderungs-Gesetz-E) weist nicht in eine andere Richtung, wie Dr. Bertold Huber, stellvertretender Vorsitzender der G-10-Kommission des 18. Deutschen Bundestags zur Kontrolle deutscher Geheimdiensttätigkeiten, analysiert.

Wollen wir auch so werden (oder gar schon bleiben?) oder sind wir nur zu träge?
Welche Werte machen eine Demokratie aus, oder: In welcher Gesellschaft wollen wir leben? Denn Demokratie scheint langsam zum Auslaufmodell zu werden, oder im Sinne eines Kommentars (war es O’Toole?) zu Murphys Gesetz: Orwell war ein Optimist.

„Das Management leidet an Selbstüberschätzung“

Die IT-Rebellen sprechen Tacheles:

Die Vertreter der Unternehmensführungen sehen sich primär für die digitale Transformation zuständig (73 %) – aber nur 14 Prozent aller Mitarbeiter bewerten die digitale Kompetenz ihrer Chefs als hoch oder sehr hoch.
Quelle: http://it-rebellen.de/2016/06/07/digitale-transformation-das-management-leidet-an-selbstueberschaetzung/