Archiv der Kategorie: Kritik

Smarte Stadt: Die Diktatur der Daten

In der Neuen Züricher Zeitung diskutiert Adrian Lobe, wie sich die „smarten“ Technologien entwickeln und auf unser Leben auswirken können (s. https://www.nzz.ch/feuilleton/die-stadt-wird-zum-computer-ld.1326729) – oder schon auswirken?

Umfrage der Europäischen Kommission zu eHealth

Mit der Umfrage „Öffentliche Konsultationen: Wandel im Gesundheitswesen und in der Pflege im digitalen Binnenmarkt“ sammelt die EU-Kommission personalisierte Meinungen.

Interessante Kommentare dazu u.a. auf https://www.heise.de/newsticker/meldung/Freier-Fluss-von-Patientendaten-EU-Kommission-fuehrt-Umfrage-zu-E-Health-durch-3781126.html,

Die Fragestellungen oder deren mögliche Anworten erscheinen selbst teilweise ein wenig fragwürdig, Beispiele (Quelle: https://ec.europa.eu/eusurvey/runner/Public_consultation_Transformation_Health_Care_DSM mit Deutsch als Sprache ausgewählt):

35 – Was sind die größten Hindernisse beim elektronischen Austausch von Gesundheitsdaten?

37  – Was sollte die EU tun, um die Hindernisse beim Datenzugang und Datenaustausch zu beseitigen?

47 – Sollte die Europäische Kommission überhaupt tätig werden, um die Nutzung von Daten und digitalen Instrumenten zu fördern und so Forschung, Prävention und personalisierte Medizin voranzubringen?

48 – Stoßen Sie/Stößt Ihre Organisation auf Hindernisse beim Einsatz der Big-Data-Analytik für personalisierte Medizin?

„Werden mit zunehmender Überwachung Ängste wirklich beruhigt oder gerade erst geschaffen“

Wie bei Antiterrorgesetzen und Maßnahmen zur Inneren Sicherheit im Allgemeinen werden sie von den Verantwortlichen nicht nur mit der Aufklärung von Straftaten begründet, sondern auch mit der angeblichen Abschreckung, die Delikte verhindere.
Die kleinen Kameras werden von den Menschen oft nicht bemerkt. Die Beobachteten fühlen sich unbeobachtet, während ihre Handlungen aufgezeichnet werden. Und Straftaten werden dennoch begangen.
Ist ein total überwachter öffentlicher Raum nun wirklich sicherer?
Quelle: http://www.roccoundseinebrueder.com/outdoor-detail/cctv/

„ÜBER WAS MAN JETZT REDEN MUSS“

Seid doch bitte nicht so naiv zu glauben, so etwas könne sich nicht mehr wiederholen, nur weil man es in der Schule jedes Schuljahr in fast jedem Fach durchgekaut hat!
Quelle: http://working-title6.blogspot.de/2016/11/uber-was-man-jetzt-reden-muss.html

Ja, auch ich glaube, dass es Zeit ist, den Mund auf zu machen, da führende Politiker aller großen Parteien und auch Unternehmer und „Manager“ führender Unternehmen ((Führungs-)Verantwortung verpflichtet auch gesellschaftlich) sich nach wie vor nicht ernsthaft mit dem Rechtspopulismus und einer schleichenden Akzeptanz rechtsradikaler Äußerungen und Einstellungen auseinander setzen.

Statt nach und nach einen Überwachungsstaat a la 1984 oder Fahrenheit 451 aufzubauen, sollten sich die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft einmal fragen, ob sie auch noch diese Überwachungsszenarien haben wollen, wenn eine AfD Regierungspartei wäre.

Jens Hasler

Reporter ohne Grenzen kritisiert das Einrichten von ZITiS

Reporter ohne Grenzen ist besorgt über die Pläne der Bundesregierung, in Deutschland eine Behörde zum Aufbrechen verschlüsselter Kommunikation zu errichten. Nach übereinstimmenden Medienberichten soll durch einen bloßen Beschluss im Haushaltsausschuss die Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (ZITiS) ab 2017 ihre Arbeit aufnehmen. Damit bekommen Sicherheitsbehörden bald auch Zugang zu sensibler Kommunikation, die Journalisten bewusst schützen.
Quelle: https://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/meldung/regierung-plant-spionagebehoerde/

Siehe u.a.:

„Kuhstall 4.0: gut für die Tiere“

Der Bitkom weiß (auch), was die Kuh Elsa wünscht.
Ein Schelm, der die Technik immer noch nur als Selbstzweck sieht; und langsam wird der Schelm zum Sonderling, Spinner, oder gar noch zum subversivem Kriminellen?

Then he met a professor who told him of a future in which people could think.
Quelle: http://www.raybradbury.com/books/fahrenheit451.html
(Aus der Inhaltsangabe zu Fahrenheit 451 von Ray Bradbury.)

Nachdenken und fragen, Warum?, hält geistig fit und gehört zu meiner Vorstellung von mündigen Bürgern.

„Bitkom-Umfrage: Kunden wollen Sprachassistenten nicht nutzen, weil sie Unternehmen nicht vertrauen“

netzpolitik.org interpretiert die Ergebnisse einer Bitkom-Umfrage. Der Bikom selber kommt, wie wohl nicht anders zu erwarten, zu anderen Schlüssen – frei nach Churchill …
Leider werden oft nur die Interpretationen der großen Lobbyverbände in den großen Medien zitiert, dass ebenso oft der Eindruck entsteht, deren Interpretation (=Meinung) entspreche den Tatsachen.

Alles und alle vernetzt – und keiner denkt (mehr). Zynisch? Ich denk mal drüber nach …